Nikolai Vogel / nachwort.de

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März 2004


Dienstag, 30. März 2004

Titeldoppel und Monatstage-Einmaleins

Heute in der Post die Anthologie aus dem Wettbewerb "Türme Babylons".
(Nasrin Amirsedghi [Hrsg.]: Türme Babylons. Sehnsuch nach bewohnbarer Sprache. Eine mehrsprachige Anthologie. Köln: Romiosini 2004)
Das Buch ist ganz schön geworden, wurde auch im Vorfeld ordentlich lektoriert. Leider machten sie aus meinem Text, der deutsch "Doppelgänger/Double" und englisch "Doppelgaenger/Double" heißt, einfach deutsch "Doppelgänger" und englisch "Double", obwohl ich das Titeldoppel schon anfangs, noch im Wettbewerb angemahnt hatte, da wurde es auch schon auseinander genommen.
Die original Wettbewerbsauschreibung findet sich nicht im Buch - ich las sie mal im Open Mic vor "Doppelgänger/Double", damit man einen Anhaltspunkt hat und ein bisschen weiß, warum.

Folgendes war sogar der SZ einen langen Artikel wert: DJ Hell hat wieder einen regelmäßigen Lokaltermin in München, jeden ersten Donnerstag in der Registratur, nach einem Live-Act gegen 23:00, ist er dann von 0:00-4:00 Uhr an den Plattenspielern. Schön! Also erst zu Season II (1. Mittwoch im Monat), tags drauf dann vielleicht in die Registratur (außer der Mittwoch ist der 7., dann ist der Donnerstag schon der 1.) ... Kleines Monatstage-Einmaleins ...

NV am 30.03.2004 um 22:18 »


Moderner Stammtisch

Leute, die man lange nicht gesehen hat.
Leute, die man ab und zu mal gesehen hat
Leute, die man öfter mal gesehen hat.
Leute, die einen interessieren.
Leute, die einen weniger interessieren.
Leute, die man lange nicht gesehen hat und die aus Australien kommen.
Leute, die man lange nicht gesehen hat und die aus München kommen.
Leute, die interessante Sachen erzählen.
Leute, die andere Sachen erzählen.
Leute, die erzählen.
Leute, die nicht viel sagen.

Abend im Archiv.
Abend im Leben.
Auf dem Rad nach Hause.

NV am 30.03.2004 um 00:27 »


Sonntag, 28. März 2004

Sommerzeit

Die kürzere Nacht und trotzdem länger geschlafen. Antizyklisch. Immer noch "November 1918", am Ende von Band II/1 "Verratenes Volk". Dazu etwas Frank Zappa, etwas Jeff Mills, etwas Johnny Cash (sein letztes Album "The man comes around"). Blumenkohl mit Kartoffelbrei. Es ist länger hell.

NV am 28.03.2004 um 18:56 »


Mittwoch, 24. März 2004

First Take...

Sauwetter. Nacht. Dry Oloroso, Greyerzer. Die neue Platte von FSK. Gestern (Montag) im Atomic Café ihr Konzert mit gut gelauntem Thomas Meineke. Vinyl Nr. 0648 erstanden. Freiwillige Selbstkontrolle: "First Take then Shake" - erst kaufen, dann den Kopf schütteln? Der Sprechgesang? Die Texte? Alles irgendwie müde und verwaschen abgemischt? Öfter hören und mal sehen.

NV am 24.03.2004 um 00:41 »


Sonntag, 21. März 2004

Orte, die jeder aufsucht

Von einer Feier kommend nachts noch in die Färberei zu den "Stätten der Welt" von Holger Dosch. Es war noch etwas zu sehen und lief gute Musik. Gelungenes Projekt. Eigentlich müßte es "Örtchen" statt "Stätten" heißen. Sehr schöner Katalog. Grundlagenreiseführer. Empfehlenswerte Klolektüre! Erschienen bei Bodensatz. [weiter]

NV am 21.03.2004 um 16:10 »


Samstag, 20. März 2004

Mit mehr Werbung zu mehr Buch

Die SZ reißt heute mit ihrer "SZ-Bibliothek" auf. [weiter]

NV am 20.03.2004 um 15:14 »


In der Luft und unter dem Wasser

Die Schmetterlinge sterben aus.
Dafür gibt es bald transgene Fische zu essen.

NV am 20.03.2004 um 15:13 »


Mittwoch, 17. März 2004

Unter der Sonne

Ein herrlicher Tag. Nicht Frühling, mehr schon Sommer. Tiefblauer Himmel. Frühnachmittags im Kulturreferat wegen Season II, dann auf den Viktualienmarkt, Biergarten, erstes Mal 2004. Abends nachher noch das Open Mic - diesmal wirklich in der Bank, wirklich?

NV am 17.03.2004 um 17:36 »


Dienstag, 16. März 2004

Kein Eintrag

Wer dies liest [weiter]

NV am 16.03.2004 um 23:46 »


Montag, 15. März 2004

Pergamon/Palast der Republik/Tresor

Einige Tage Berlin. Bis zum Sonntag sehr kalt und windig, Handschuhzeit. Ein gutes Appartment in Kuhdamm-Nähe. Der Pergamon-Altar, seit der Klassenfahrt war ich nicht dort, als wir an einem staubigen Hitzetag den Lehrern dorthin folgten, noch mit langer Prozedur durch den unfreien Grenzübergang, als noch nichts zu erahnen war vom so nahe in der Zukunft liegenden Mauerfall. Der Pergammon-Altar war Pflicht, dann war man entlassen - ich lief mit Andreas Sirch aber damals, trotz unseres Durstes noch weiter ins Museum und die Istar-Straße fesselte mich schon damals. So wie diesmal die Blade Runner Kulisse des Palastes der Republik - ich finde nicht, dass sie zu Gunsten einer Schlossrekonstruktion mit "vereinfachter Fassade" abgerissen werden sollte. Vieles wird zu schnell beseitigt, weggerissen, weggeräumt, auch wenn man die Motivation dafür nachvollziehen kann, doch mit den Aufräumarbeiten kommt eine gewisse Glätte, eine Geschichtslosigkeit oder eben ihr Zurechtbiegen in das, was man gerade eben für bewahrenswert oder wieder zurückholbar hält.

Der Tresor wurde dreizehn mit Juan Atkins und Robert Hood. Leider spielte letzterer mehr Soul als seinen eindrücklichen Minimalismus, der jetzt hier am Spätnachmittag in München gerade läuft - mitgebrachte Platten aus dem Hardwax.

Im modernen Antiquariat (keine Ahnung, warum das am Sonntag Nachmittag geöffnet hatte) "Dekonspiratione" von Rainald Goetz gekauft. Begonnen abends im Café, nachts im Zug nach München fertig gelesen. Ein nicht uninteressantes kleines Buch, auch wenn es mich nicht begeistert, aber er versucht etwas beim Schreiben - bedient nicht, wie so viele andere.

Nachtzugfahrten, Nachtautofahrten, vorbei an all den fremden Leben, dunklen Fenstern.

NV am 15.03.2004 um 17:59 »


Dienstag, 9. März 2004

Geld von der Versicherung

Die Versicherung hat gezahlt (vgl. 18. Februar 2004). Geld unter dem Stichwort "Fahrraddiebstahl" auf dem Konto, kommentarlos, ohne weiteren Schriftwechsel. Schnell und unkompliziert. Wie es sein soll, wie man es hofft, ohne zu glauben, dass es auch so eintritt. Die kleinen Wunder der Bürokratie - ereignishaft - als springe sie über ihren Schatten.

NV am 09.03.2004 um 19:22 »


Literatur Kneipe Fußball

Sonntag Nachmittag, aus "Wetterroman" zu Balans 2tem Bestseller. Judith Hermann war's nicht. Und las Cramers Mastgans-Sau aus "Montesumas Gnaden". Literatur in der Kneipe, am Entstehen - wieder oder beinahe - Fußball, ein Spiel 1860 vs. Bremen, wichtiger - als Vorprogramm aber ist sie schon geduldet, gehört, auch mit Stimme. Besser als vorbehaltlich gedacht und erwartet. Warum nicht.

NV am 09.03.2004 um 00:12 »


Samstag, 6. März 2004

erst Wein dann Musik

Donnerstag im ehemaligen Keiler, heute Mövenpick, den 2001er Jahrgang Bordeux probiert. Nicht die Premier Crus, die waren auch zum Probieren zu teuer. Sehr gut ist Montrose. Auch Branaire gefiel mir, aber nichts gekauft.

Gestern bis heute früh um drei Uhr im X-cess mit Norbert Helgath aufgelegt. Punk meets Electronic. Sehr schöner Abend und den Leuten gefiel's gut. Viele Komplimente.

NV am 06.03.2004 um 18:41 »


Donnerstag, 4. März 2004

Liebes/-Prosa/-Lyrik

Gestern wieder Season II, die Zwölfte. Kilian und ich im Vorprogramm Liebesprosa. Auch schöne Berg- und Arztromane. Im Hauptprogramm Cramer, Liebeslyrik. Höhepunkt war die erstmals vorgetragene "Träumeraventure" aus dem "Getwergerich". (Ich meinte, er habe sie wohl verfasst, angeregt von unserer kürzlichen Ausgabe der "Traumnovelle", vielleicht heißt die Aventure also in Zukunft "Traumaventure"?) Und das Publikum verfasste auch einen Liebestext, reihum, Satz um Satz. Demnächst zu lesen in der Season II Dokumentation zum 12. Abend.

NV am 04.03.2004 um 13:12 »


Mittwoch, 3. März 2004

Am Nebentisch

Gut Essen. Schöner 97er von D'Arlot, von den jungen Reben. Und am Nebentisch zwei Männer, die sich die ganze Zeit über die Beratung der Münchner Rück unterhalten, als gebe es nichts Schöneres.

NV am 03.03.2004 um 00:32 »


Montag, 1. März 2004

Nach dem Kino

"Lost in Translation". Lustige Momente, gut anzusehen, erstaunlich konventionell, was kein Nachteil sein muss. Die Frage, wie sehen ihn Japaner, geht der Humor zu sehr auf ihre Kosten? Die Filmmusik plätscherte fast etwas belanglos, wirkte nicht so stark wie in "The Virgin Suicides", da konnte sie freilich mehr dominieren.

Es hat aufgehört zu schneien. Das Wetter macht müde. Noch eine Kleinigkeit essen.

NV am 01.03.2004 um 23:43 »


Vor dem Kino

Flauschige Flocken den ganzen Tag, auch jetzt noch durch die Nachtluft. Gleich ins Kino mit Freunden. "Lost in Translation". Erwarte mir nicht zu viel von dem Film, also eine gute Voraussetzung. Das erste Mal ins neue Mathäser, ich mag diese Multiplexen ja nicht so gerne - aber sie passen zu Hollywood, zum Pomp, zur Kultur der Fasade.

NV am 01.03.2004 um 19:12 »


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