Beta Version - Versuch - Draft
... gestartet am 17.01.2004 ...
NV am 17.01.2004 um 02:36 »
Dies ist kein Tagebuch. Dies ist für ein Publikum. Texte, die mit Verstellung arbeiten.
Auch das Tagebuch arbeitet mit Verstellung. Man verstellt sich für sich selbst.
Der Versuch des Entwurfs eines Bildes für und von sich selbst.
Die Schrift ist Verstellung.
So sei es.
Beta Version - Versuch - Draft
... gestartet am 17.01.2004 ...
NV am 17.01.2004 um 02:36 »
und dann kommt der August. Weinhänge, Kanäle und Gärten. Lektüre im Freien. Tastaturlos mal wieder den Stift in die Hand.
NV am 29.07.2010 um 13:18 »
noch vor ein paar Tagen besucht, stand im Gehege und bewegte sich kaum, in dieser Welt nicht mehr, der unbegreiflichen, der kurzen Zeit, mutterlos und in den ruhigen Armen der Wärter, in die Jagdgründe jetzt, Rüsselspiele mit Hannibals Gefährten.
(Jamuna Toni 21.12.2009 - 14.06.2010)
NV am 15.06.2010 um 14:57 »
eine ganze Nacht Regen. Die Elster schießt durch den Hof, ein riesiges Nest auf dem Baum, und die Amsel hat nichts zu lachen. Noch fehlt kein Löffel vom Balkon, noch nichts vermisst.
(vor ein paar Nächten ...)
NV am 15.06.2010 um 14:53 »
zuerst die Badehose
in der Strömung
ein Mensch
vorbei
(Isar, 6.6.10)
[So ein glücklicher Tag am geliebten Fluss und dann dieser schreckliche Unfall - und was für einen Unterschied es macht, ob man etwas aus Radio oder Zeitung erfährt - oder unmittelbar. Und wie einem das nachgeht.]
NV am 08.06.2010 um 12:13 »
und Öl läuft aus / ins weite Meer / Vulkan spuckt Asche / gegen Flugverkehr / / Welt wird kälter / wir sonnen uns / / im Schein der Kohle
(warum ich keine Gedichte schreibe)
NV am 22.05.2010 um 04:38 »
in der Akademie der Schönen Künste. "Ich bin in der Anstalt ..." Und liest - Gänsehaut! Die Worte so abständig gesetzt, wie Glenn Gould 1981 die Noten der Goldberg-Variationen. Zwischen den Tönen das Leben.
remember Horst Bienek
NV am 19.05.2010 um 12:57 »
frühmorgens, kaum ein Mensch, der ganze Englische Garten atmet Bärlauch, als habe er vortags im Pesto geschwelgt, eine Schafherde, zusammengedrängt unter einem alten Baum, der furchige Stamm ein Bild der Zeit, raumgreifend, als teste sie eine neue Welt, eine Ente auf Asphalt
NV am 08.05.2010 um 00:19 »
Thomas Meinecke legt ein schön minimales House-Set im Haus der Kunst auf. Druckvoller stetiger Fluss, vibrierender Boden. Bier. Vorgestern Nacht. - Klasse Förg in der White Box. Und er selbst zieht in eine der langen Wände eine Vertikale - Zusammenstoß zweier Farben. Bier. Gestern Nacht. - Und stiller vor dem Rosengarten: Manfred Werder und Christoph Nicolaus. Eine Aufführung, bei der man in die ganze Umgebung lauscht und die Ohren den Raum aufspannen. Kirchturmglocken, ein vorbeifahrender Zug, Baggergeräusche aus dem Hintergrund, das Knirschen von Fußtritten im Schnee. Atemfahnen. Tee. Heute Abend.
NV am 16.01.2010 um 18:20 »
und weiß der Schnee darunter.
NV am 13.01.2010 um 10:57 »
Ein verlorenes Notizbuch? Ein Text, der nur langsam Sätze gewinnt. Schnee, der in Regen übergeht. Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus schon ohne Beleuchtung. Für den Stift aus Florenz keine neue Mine bekommen. Das Übertragen von Terminen in den Kalender fürs neue Jahr. Die Promis, die im Fernsehen sagen, "Zuhause ist sie die Chefin".
NV am 29.12.2009 um 18:16 »
und "Der Ursprung der Welt". Dies ist keine Pfeife. Musee D'Orsey. Paris. Shakespeare & Company, Kilometer Zero, aber nicht mehr am ursprünglichen Ort. Women aus dem Schaufenster und der neueste Pynchon hinter einem Stoß der zweiten noch in der ersten Auflage. Henry Miller Erstausgaben, erste Nachkriegs-Wiederauflagen. Tropic of Capricorn. Und abends beim Picknick blenden all die Ausflugsboote, die die Uferlandschaft mit ihren Lichtern fluten. Champagner! Dies hier ist ein Durcheinander. Sommer! Was soll all die chronologische Ordnung.
NV am 21.12.2009 um 17:56 »
| S | M | D | M | D | F | S |
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| 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |
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