Beta Version - Versuch - Draft
... gestartet am 17.01.2004 ...
NV am 17.01.2004 um 02:36 »
Dies ist kein Tagebuch. Dies ist für ein Publikum. Texte, die mit Verstellung arbeiten.
Auch das Tagebuch arbeitet mit Verstellung. Man verstellt sich für sich selbst.
Der Versuch des Entwurfs eines Bildes für und von sich selbst.
Die Schrift ist Verstellung.
So sei es.
Beta Version - Versuch - Draft
... gestartet am 17.01.2004 ...
NV am 17.01.2004 um 02:36 »
Hin und Her von Gedanken. Gestern Sommer und heute der Himmel wie weg.
NV am 11.04.2012 um 11:51 »
Bachs erhaltene Passionen von CD und Schallplatte. Anfänge vergleichen. Verschiedene Aufnahmen. Und der Ostersonntag morgens mit großen Flocken, alles wieder weiß. Kalt draußen. Nur Blau von Bernhard Aichner. Ewigkeit. Oder ein Sprung ins Leere. Und die Frage, woher das kommt, was einen ergreift. Zug gefahren zu Hause, wie ein zurückgeworfenes Echo, Remix, Neuaufnahme, Michael Stavaričs Déjà-vu mit Pocahontas. Und noch auf der Treppe mit Christoph Simons Spaziergänger Zbinden.
NV am 10.04.2012 um 21:18 »
Herkunftsland Belgien.
Heute im Supermarkt ...
NV am 03.03.2012 um 15:01 »
Und hier liegen zwei Karten für sein Konzert am 28. März im Gasteig.
NV am 03.03.2012 um 15:01 »
nicht so einfach. Die eine Bäckerei nimmt ihn nicht - und die andere auch nicht. Hat man Geld und bekommt nichts dafür. Wird angeschaut wie ein potentieller Verbrecher. Im Lottoladen gegenüber werde ich ihn los - der Besitzer kennt mich vom Zeitungskaufen, und sollte der Schein sich als Blüte herausstellen, wird er mir nachrennen! Irgendwie eine passende erste Auftrittsgage für "Spam Diamond"! Und doch noch Frühstück erworben.
NV am 03.03.2012 um 15:00 »
vergrößertes Foto davon am Isarweg, Zettel, an Bäume gepinnt. Und der Gang automatisch verlangsamt, den Blick am Boden entlang ...
... nur Kronenkorken, sogar ein goldener! Später dann noch ein Schnuller.
NV am 28.02.2012 um 20:23 »
Möwen im grünen Wasser. Weiter hinten die Biegung des Flusses fast schwarz unter dem grauen Himmel. Schneewiese, Krähenkontrast. Ein Langläufer, Orange über Weiß. Hunde als Maler, Pinsel mit Cadmiumgelb.
NV am 17.02.2012 um 13:17 »
David Beckham und seine Tattoos auf Plakaten. Herumstehen mit Werbung. Der Zug leicht verspätet, Gedränge an den Türen, die Leute dick angezogen. Eine junge Frau sucht in ihrem überfüllten Rucksack nach Wasser und verschluckt sich dann. Geraschel von Tüten.
NV am 09.02.2012 um 22:43 »
Die Glücklichkeit eines knutschenden Pärchens, das auf einem am Flußufer liegenden Baumstamm Platz nahm. Frische Luft. Die Krähen nehmen ein Bad. Der Himmel in kälteren blauen Schichten.
NV am 18.11.2011 um 15:16 »
Die Kleinsäuger rascheln im nebelfeuchten Laub.
NV am 11.11.2011 um 16:13 »
Isarauen, Flusslandschaft. Die tiefstehende Herbstsonne von hinten. Oben fährt ein Laster über die Brudermühlbrücke. Verliert Laub. Rieselt hinunter wie Blattgold, ein flirrender, flimmernder Paillettenvorhang. Magischer Moment. Auf der Braunauer Eisenbahnbrücke, ein langer Zug, Container, Ton in Ton zum über den Fluß gespannten Metall, gleitet vorbei und zieht ein langes Geräusch mit hinüber. Hinter der Wittelsbacher Brücke mit ihrem steinernen Reiter die Kirchturmuhr. Ihr Ziffernblatt strahlt, vom Licht getroffen, wie der Heiligenschein einer Ikone.
NV am 08.11.2011 um 23:45 »
Jäger im Schnee in Solaris. Jäger im Schnee in Melancholia. Andrei Tarkowski spielt Johann Sebastian Bach, "Ich ruf' zu dir, Herr Jesu Christ", Lars von Trier spielt Wagner, "Tristan und Isolde". Tarkowski lässt den Bildern Zeit. Von Trier zitiert sie an. Tarkowski endet mit Regen. Von Trier mit Feuer. Und auf Breugels Bild liegt immer noch Schnee.
Abends im Kino, Melancholia. Nicht nur Solaris, auch Andrej Rubljow (das zusammenbrechende Pferd), Serkalo der Spiegel, Nostalghia und Opfer klingen an. Doch deren Langsamkeit, die die Wucht erst erzeugt, fehlt. Geglättet, sehr auf Mittelachse gespielt und zu viele Worte. Die Ouvertüre ist am stärksten - Dancer in the Dark!
(vgl. auch 18. September 2009)
NV am 29.10.2011 um 04:34 »
im Gesicht einer jungen Frau, die laufend gerade noch den Bus erreicht, der nachts nur alle zwanzig Minuten verkehrt.
NV am 27.10.2011 um 01:07 »
kleine Displays in der Hand, aus denen sie ihre Befehle zu bekommen scheinen. Sogar beim Ein- und Austeigen, beim Gehen schauen sie auf ihren kleinen, stets vor sich gehaltenen Wächter, denn wenn die Verbindung reißt, sind sie verloren. So aber wirken sie traurig und alleine, ertragen die Haft apathisch und arbeiten emsig mit ihrem Daumen.
NV am 27.10.2011 um 01:06 »
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