Nikolai Vogel / nachwort.de

Dies ist kein Tagebuch. Dies ist für ein Publikum. Texte, die mit Verstellung arbeiten.
Auch das Tagebuch arbeitet mit Verstellung. Man verstellt sich für sich selbst.
Der Versuch des Entwurfs eines Bildes für und von sich selbst.
Die Schrift ist Verstellung.
So sei es.

Beta Version - Versuch - Draft ... gestartet am 17.01.2004 ...
NV am 17.01.2004 um 02:36 »

Freitag, 1. Januar 2016

01.01.2016

Schon wieder ein Jahr,
und 2015
vergangen, verrauscht,
und 2016
schon nicht mehr ganz.

NV am 01.01.2016 um 05:53 »


Donnerstag, 31. Dezember 2015

31.12.2015

Der Regen fast Schnee,
und 2015
jetzt fast Geschichte,
und 2016
kommt aus der Zukunft.

NV am 31.12.2015 um 15:03 »


Samstag, 19. September 2015

Freitag Nacht

Lange geblieben. Lesung gehört. Schmuck, Gold, Geld und die Gespräche. Erst Bier, dann Wein und mehrmals Toilette. Philosophie, Geschichte, die eigene Meinung, Persönlichkeit, Erfahrung, Familie, all die Generationen, Ausgrabungen, Ansichten, Hörensagen. Ein Glas noch, dann Aufbruch, Abschied, Handschlag, Umarmung, nächtliche Straßen, zur U-Bahn hinab, warten, 24 Minuten, der einsame Bahnsteig und die schnellen Gedanken, Wiederholung, ein Drehen-und-Wenden, ich, du, wir, ihr.

NV am 19.09.2015 um 16:10 »


Sonntag, 22. März 2015

Im Anthropozän und danach

Einen Tag nach der Sonnenfinsternis ins Anthropozän - im Deutschen Museum. Lyrik. Sechs Stimmen. Meine auf der Themenplattform Urbanität. Vor mir die Frage: Ist da noch Platz für mich? Wasser einschenken und den Nachbarn lauschen. Eine offene Welt. Angenehm, konzentriert, Nachmittagsinsel. Im Anthropozän - und danach ein Bier, Gespräche, Regen. Abends Lektüre - dreht sich die Welt.

["Lyrik des Anthropozäns", Lesung zum Welttag der Poesie in Kooperation mit dem Lyrik Kabinett. Es lasen eigene und fremde Texte: Lydia Daher, Karin Fellner, Sabina Lorenz, Tristan Marquardt, Àxel Sanjosé, Nikolai Vogel. Konzept und Gedichtauswahl: Anja Bayer. Samstag, 21. März 2015, 15 Uhr. Veranstaltungsort: Deutsches Museum, München, in der Ausstellung "Willkommen im Anthropozän. Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde" (Sonderausstellungsraum 1. OG).]

NV am 22.03.2015 um 13:29 »


Freitag, 13. März 2015

9. März 2015, Isarspaziergang

Ein früher Frühlingstag im Winter,
Spaziergänger, das Licht, die Sonne,
wie Zeitlupe alles, verlangsamt,
die Zeit wabernd über Fluss und Wiese,
die Unendlichkeit, unendliche Schönheit der Welt,
und die Ewigkeit steht senkrecht auf uns.

NV am 13.03.2015 um 11:42 »


Freitag, 27. Februar 2015

Februarende

Die Elstern sind zurück und inspizieren ihr altes Nest. Tage, an denen der Vormittag blauer Himmel ist und nachmittags graues Wolkengebiet.

NV am 27.02.2015 um 14:52 »


Montag, 13. Oktober 2014

Und das erste Mal einen Plastikkorken

aus einer Flasche gezogen, der roch, als habe er Kork ...

Die stetige Nachahmung der Welt.

NV am 13.10.2014 um 17:00 »


Sonntag, 12. Oktober 2014

Nachts kurz vor halb eins

München Universität, Lektüre, die Rolltreppe hinab in die U-Bahn, "vom niederbrennen der kerzen".

Ein Gedicht aus Armin Steigenbergers Lyrikband "die fortsetzung des glücks mit anderen mitteln". (Auf dem Heimweg nach der Vorstellung der Nummer 21 von "außer.dem" im Lyrik Kabinett, wo er mitmoderiert hat und ich meine im Heft veröffentlichten zwei Seiten "Große ungeordnete Aufzählung (Detail)" gelesen habe.)

NV am 12.10.2014 um 15:31 »


Dienstag, 4. März 2014

Die Lust oder didaktisches Kino - der neue Lars von Trier

Lars von Trier Nymphomaniac oder Nymph()maniac 1. In der Rahmenhandlung ein Kammerspiel, etwas behäbig erzählt, kulissenhaft. Mit Unterricht zu Fliegenfischen und Fibonaccizahlen. Und wie der Versuch französisches Kino der 60er zu inszenieren, Belle de Jour oder ein bisschen Godard. Und wieder Anklänge an Andrei Tarkowski, bei dem er sich auch im Abspann bedankt. Das Laub im Wind. Aber ohne dessen magisches Licht und Tempo. Und Filmmusik-Zitate. Der Schostakowitsch-Jazz-Suite-Walzer aus Kubricks Eyes Wide Shut. Und das Choralvorspiel von Bach aus Tarkowskis Solaris, Ich ruf’ zu dir, Herr Jesu Christ. Orgelbüchlein, BWV 639. Nur, dass die Musik hier irgendwie aufgesetzt bleibt, vielleicht eben, weil sie so stark als Zitat erklingt. Und passt wiederum doch - spiegelt die so dringend gesuchte Lust, von der der Film vorführt, dass sie von seiner Hauptfigur nur als Mangel erlebt wird.

(vgl. auch 29. Oktober 2011)

NV am 04.03.2014 um 14:52 »


Montag, 3. März 2014

Neue Comics

Harley Quinn 3. Liebesduft. Fast wie bei Süskind.

NV am 03.03.2014 um 12:53 »


Montag, 24. Februar 2014

Das Zusammensetzen der Bilder

Der Garten der Lüste, in tausend Teilen, ein Puzzle, Dürers Selbstporträt hat fünfhundert.

NV am 24.02.2014 um 13:32 »


Montag, 17. Februar 2014

Aus Spaniens Mitte (Januar 2014)



Madrid

Vodafone Sol
Sonnenkönig modern
Kilometer 0
Im Zentrum für Millionen
& das Marketing
schämt sich nicht



Prado

Die Wiese
& der Garten der Lüste
& auf welche Seite willst Du
am Eingang laufen die Röntgenmaschinen



Guernica

im Hospital
mit Ursonate


NV am 17.02.2014 um 14:19 »


Samstag, 18. Januar 2014

Das Leben Lektüre

Des Lesens größter Zettelwirt
Wär' heute hundert Jahre alt
Den Goldrand hat er sich verdient!

NV am 18.01.2014 um 13:33 »


Sonntag, 15. September 2013

Der Sommer im Freien

Ein neuer Roman. Warten. Die Sammlungen pflegen. Geld ausgeben. Immer neue Lücken. Und bald Zeit, die Heizung wieder einzuschalten.

NV am 15.09.2013 um 02:12 »


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