Nikolai Vogel / nachwort.de

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September 2006


Samstag, 30. September 2006

Dann wieder

zu einsam. Keine Rückschrift. Hinaus, den Schatten ins Licht. Auch die Insekten machen noch mal einen Ausflug. In die Sonne blinzelnder Flügelschlag.

NV am 30.09.2006 um 15:55 »


Öffnung des Scheunentors

Der Briefkasten. Das Telefon. Fax. Blinkender Anrufbeantworter. Anrufe ohne und mit Nummern auf dem Handy. Strohfeuer und angetragene Arbeiten, von denen man vorher nichts wusste.

In der Mailbox hundertfach Maschinen-Antworten auf Spam, in der die eigene Adresse den Absender fingiert.

"I'm afraid I wasn't able to deliver your message to the following addresses.
This is a permanent error; I've given up. Sorry it didn't work out."

Die Tage füllen, zuschütten und überlaufen lassen. Der Unterhalt der Unterhaltung ist abgegebene Zeit. Kreativ sein und netzwerken, Momos Stundenblumen-Abzocker oder die Blaumiesen der Beatles entdeckten es längst, sie meiden das Grau nun, verstecken Eintönigkeit und Oberfläche unter viel Farbe. Tünche auf Egos.

Nachdenken über weniger Kommunikation.

NV am 30.09.2006 um 15:54 »


Mittwoch, 27. September 2006

Die Welt leert sich

"Der Supermarkt kurz vor der Schließung. Nichts wird jetzt mehr nachgefüllt. Die Kühlregale fast leer, hie und da noch eine Packung Sahne, ein Becher Joghurt, wie Gespenster. Er kauft eine Flasche billigen Valpolicella, eine einsam daliegende Butter, ein Päckchen Reis, einen Strauß Tulpen. Mehr findet er nicht. Die Welt leert sich, denkt er." (aus "Plug In")

NV am 27.09.2006 um 20:38 »


Sonntag, 24. September 2006

Sammlung

Viel Sonne im Tag. "Volltext" im Briefkasten. Das Interview als Form der Weltbehauptung der Selbstbehauptung. Mein Notebook fährt dreimal nicht hoch, zählt dann die Festplatte Prozent um Prozent durch. Auf Umwegen zu den Mails. Auch die Tastatur will wieder abgewischt werden. Widerständiger Fingerdreck. Wie er sich an allen Eingabegeräten sammelt. Schlackenbildung entlang der Grenze zum Digitalen, die keine saubere sein kann. Sich durch das geöffnete Fenster hinausdenken. Geducktes Eichhörnchen in einer Einbahnstraße, über einen zerbrochenen Spiegel gebeugte Umzügler am Heck eines Kombis, eine halbherzig wasserlassende Regenwolke, das Geräusch des über Split rollenden Radreifens & ein Hin und Her am Telefon, erinnere ich das Notierte, und es liegt schon zurück.

NV am 24.09.2006 um 15:50 »


Donnerstag, 21. September 2006

?

nicht zu viel
sagen nicht zu wenig
und weniger bilder

NV am 21.09.2006 um 13:38 »


Sonntag, 17. September 2006

Vom Überkommenen

Vorbei am Königsplatz. Da steht ein trojanisches Pferd, schlank, hoch, erhaben. Was die sich ausgedacht haben, damals.

Aufnahme der Arbeit am neuen Roman - und mal sehen, was mit meinem letzten, mit "Plug In" passiert. Hettche nennt die Hauptfigur in seinem "Woraus wir gemacht sind" ebenfalls Niklas, erfuhr ich vor kurzem beim Perlentaucher. Habe ich mir da etwa einen literarisch gefragten Namen gesucht, vor zwei Jahren? Namen sind ohnehin merkwürdige Anker.

Und sehe "Das Parfum" nicht an. Rieche lieber an gutem Wein aus einem guten Jahrgang. Ein 1996er Côte de Nuits Villages von l'Arlot. Gereiften Käse. Jahrgangs-Schokolade interessiert mich weniger. Und ob sich Jahrgangs-Döner durchsetzen wird?

Alles, was man in die Zukunft gibt. Die Archive füllen. Die Archive öffnen. Die Angst vor dem Verlust.

NV am 17.09.2006 um 01:09 »


Schwarz auf ja was eigentlich

Weiß jedenfalls nicht. Gräulich mit Veroneser Grün? Später erfahren wir: nein, nur ein Mischton aus weiß und grau (also weiß und schwarz?), der grünliche Eindruck kommt von der Decke, vom Oberlicht, von den nicht zu den Bildern passenden Marmor-Elementen? Die "Black Paintings" im Haus der Kunst. Wenig Licht, wenig Wirkung. Schöne Bilder. Das Geheimnis von Ad Reinhardts "Black on Black No. 8". Die Kuratorin Stephanie Rosenthal erklärt uns auf die Hintergrundfrage sehr nett weiter, dass es jeweils Auflagen der Leihgeber gibt, wie viel Licht auf die Gemälde darf, und dass der harte Kontrast zum Weiß nicht gewünscht war, dass sonst die Bilder flirren, und dann stünde man mit zusammengekniffenen Augen vor den Stellas. Aber genau das interessiert mich an diesen Bildern. Wenn sie anfangen sich zu bewegen, eine Atmosphäre erzeugen. Wäre das bloße Effekthascherei oder ist es ihre wirkliche Sensation? Aus der Ausstellung getreten, wünsche ich mir, dass ich sie mal im Original sehen kann. Das waren sie natürlich. Aber gedämpft und seltsam verhalten. [weiter]

NV am 17.09.2006 um 00:08 »


Samstag, 16. September 2006

-texte

Nachrichtentexte
Kommentartexte
Gesetzestexte
Klartexte
Geheimtexte
Primärtexte
Sekundärtexte
Quelltexte
Unterwassertexte
Werbetexte
Gebrauchstexte
Klappentexte
Schlüsseltexte
Erinnerungstexte
Wald- und Wiesentexte
Misslungene Texte [weiter]

NV am 16.09.2006 um 12:26 »


Sonntag, 10. September 2006

Der Mut zur Lücke

Nein, die größeren Abstände hier haben nichts mit Sommerpause zu tun, sondern mit vielen anderen Texten. [weiter]

NV am 10.09.2006 um 01:44 »


Samstag, 2. September 2006

Alles im All

Eigengewicht, Umlaufbahn. Streiten, was ein Planet ist. Die Suche nach Körpern und nach Namen dafür. Nach der Rechtschreibreform die Planetenreform. Wie was heißt und was was ist und wie man was denken kann. Wohin mit der Bildung? Arno Schmidts ungeschriebenes "Lilienthal 1801, oder Die Astronomen". Und wo der Hund Goofys begraben liegt? Pluto? Nirgends. Pallas!

NV am 02.09.2006 um 15:17 »


Und hinaus in den Indian Summer

Die alten Weiber = Indianer? Was man so sagt. Vor dem Herbst. Vor dem Winter. Eingehängt in die Jahreszeiten.

NV am 02.09.2006 um 13:26 »


Freitag, 1. September 2006

Mit einem kurzen Satz

in den September schreiben.

NV am 01.09.2006 um 15:32 »


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